Lange habe ich diesen Weg stückweise von der Bundesstraße aus verfolgen können. Wo früher durch die Tannenwälder steht’s nur Schatten den Weg säumte, schien nun durch die fehlenden Bäume, verursacht durch den Borkenkäfer und der Trockenheit, die Sonne durch die frischen Birken hervor.
Daher wurde es Zeit den Wander/Radweg zu testen.
Dieser Weg umfasst 233hhm und hat eine Länge von insgesamt 11,6km.
Wir parkten auf dem Parkplatz, neben dem Kreisverkehr, der zum Forum Vogelsang führt und folgten den Wegweisern in Richtung Einruhr.
Der Ausblick über die Dreiborner Hochfläche war wie immer besonders schön. Nach einigen hundert Metern ging es abwärts hinunter ins Tal.
Das Motorengeräusch der Autos und Motorräder der Bundesstraße nebenan, wurde glücklicherweise immer weniger.
"23% Radfahrer absteigen"
Zuerst war ich begeistert, da der feste Boden sich wunderbar befahren ließ. Bis zu dem Schild, gegen Ende des Weges auf dem Stand “ 23% Radfahrer absteigen“. Was sollte ich also tun?
Mein Retter in der Not
Es blieb nur absteigen und mein Retter in der Not musste meinen Balance Rollstuhl schieben. Man bedenke, wir mussten den gleichen Weg auch wieder in Richtung Auto nehmen.
" Furt", was ist das?
Ein bisschen weiter unten des Weges angekommen folgte ein Schild „Furt“, wo ich so gar nichts mit anfangen konnte.
Schnell sah ich, eine Wassergefüllte Senke. Mit Hilfe schaffte ich es darin durchzufahren. Das Wasser war sehr niedrig, dennoch brauchte ich wegen der Senke Hilfe, um wieder hinauszufahren.
Einruhr
In Einruhr angekommen besuchten wir das Heilsteinhaus und den Heilsteinbrunnen
Der Nationalpark-Infopunkt Einruhr befindet sich ebenfalls im gemütlichen Heilsteinhaus in Einruhr und ist der ideale Ausgangspunkt, um den direkt angrenzenden Nationalpark Eifel zu erkunden. Es gibt ausreichend Karten- und Informationsmaterial, und ein dazugehöriger Shop lädt zum Stöbern ein. Zum gemütlichen Innenhof und seiner Wanderraststation in dem sich auch sein Heilsteinbrunnen befindet, kann man ungehindert mit dem Rollstuhl hineinfahren. Ein barrierefreies WC befindet sich im Heilsteinhaus. Vom Innenhof aus, gelangt ihr direkt ebenerdig ins Heilsteinhaus und zum WC. Allerdings ist die Eingangstüre recht schwer zum Öffnen. Hier wäre eine Begleitperson ggf. angebracht
Zugegeben, habe ich mich in die Urlauber versetzt und bin zu dem Entschluss gekommen das ich mir als Urlauber meinen Ferienort hier in der Eifel, wie Einruhr vorstellen würde.
Fachwerkhäuser, die am See liegen und zu Pausen einladen. Im Ort befindet sich eine Atmosphäre von Urlaub.
Der einzigen Punkt den ich als ziemlich nervig empfand, war die laute Geräuschkulisse der Motorräder die von / nach Simmerath fahren.
Fazit: Der Weg ist nur bis zum Schild der 23% Steigung/ Gefälle für Outdoor-Rollstühle geeignet, eine Begleitperson sollte dabei sein. An diesem Schild endet leider diese Wanderung für Hilfsmittel.