Fellhorn mit Elektrorollstuhl – vom Gipfel zum Schlappoldsee

Inhaltsverzeichnis

♿ Mein Test-Setup

 Angaben
HilfsmittelOutdoor-Elektrorollstuhl
AntriebVorderradantrieb
Maximale Steigfähigkeit laut Hersteller18 %
Leergewicht des Rollstuhls152 kg
Körpergewichtca. 70 kg
Zusätzliche Ausrüstung und Gepäckca. 10 kg
Gesamtgewichtca. 232 kg
Messung der SteigungenOutdooractive-App (Anzeige in Grad und Prozent)
WetterbedingungenRund 30 Grad und sonnig

Hinweis zu den Steigungsangaben

In meinen Tourenberichten nenne ich sowohl Grad (°) als auch Prozent (%).

Der Grund dafür ist einfach: Die maximale Steigfähigkeit von Rollstühlen und Elektromobilen wird von den Herstellern in Prozent angegeben, während Apps häufig Grad anzeigen. Damit ihr die Schwierigkeit einer Strecke besser einschätzen könnt, ergänze ich – soweit möglich – beide Werte.

Die Steigung von ungefähr 30 % (ca. 16,7°) auf dem Weg zwischen der Mittelstation und dem Schlappoldsee habe ich mithilfe der Outdooractive-App ermittelt. Solche digitalen Angaben sind Näherungswerte und können je nach Messmethode und Streckenabschnitt abweichen.

Diese Steigung liegt über der maximalen Steigfähigkeit von 18 %, die der Hersteller für meinen Elektrorollstuhl angibt. Dass ich die Strecke mit Unterstützung bewältigt habe, bedeutet deshalb nicht, dass sie innerhalb der vorgesehenen technischen Grenzen liegt oder für andere Rollstühle geeignet ist.

Meine persönliche Einschätzung der Tour

 

Meine Erfahrungen

🌿 Natur und Landschaft

Wunderschöne Allgäuer Bergwelt mit herrlichen Ausblicken, dem Schlappoldsee, grünen Almwiesen und der gemütlichen Alpe Schlappold.

🥾 Für Wanderer

Abwechslungsreiche Möglichkeiten rund um das Fellhorn, den Schlappoldsee und die Alpe. Besonders der steile Weg zwischen Mittelstation und See erfordert auf dem Rückweg Kondition.

🚡 Barrierefreiheit der Bergbahn

Insgesamt sehr positiv! Aufzüge, Unterstützung beim Umsteigen und ausgesprochen freundliches Personal. Die unterschiedlichen Einstiegskanten erforderten allerdings besondere Aufmerksamkeit.

♿ Mit meinem Elektrorollstuhl

Die Gipfelstation und die obere Restaurantterrasse konnte ich gut erreichen. Der Weg zum Schlappoldsee war dagegen deutlich anspruchsvoller. Eine vollständige Seeumrundung war für mich nicht möglich.

⚠️ Größte Herausforderungen

Die mit Outdooractive ermittelte Steigung von etwa 30 % (ca. 16,7°), loser Schotter, eingelassene Rundhölzer und eine Stufe an der Holzbrücke. Auf dem Rückweg zur Mittelstation war ich auf Hilfe angewiesen.

💚 Würde ich die Tour erneut machen?

Ja, auf jeden Fall! Ich würde die gesamte Tour genauso wiederholen, einschließlich des Weges zum Schlappoldsee und zur Alpe Schlappold. Allerdings nur mit einer Begleitperson und unter geeigneten Wegbedingungen. Trotz aller Herausforderungen war es für mich ein wunderschönes Gipfelabenteuer.

Toureninfos

Tour: Oberstdorf – Heini-Klopfer-Skiflugschanze – Fellhornbahn – Schlappoldsee – Alpe Schlappold

Gesamtstrecke: Rund 19 Kilometer hin und zurück, einschließlich unserer Erkundungen.

Bergbahn: Fellhornbahn ab Faistenoy mit Umstieg an der Station Schlappoldsee.

Höchste erreichte Bergstation: 1.975 Meter.

➡️ Zur Tour bei Outdooractive*

Unser Gipfelabenteuer am Fellhorn – bei 30 Grad unterwegs

Solange die Sonne lachte und der Wetterdienst uns gute Aussichten meldete, wollten wir unbedingt die Bergbahnen nutzen, die in unserem Bergbahn Unlimited Ticket enthalten waren.

Daher rief als Nächstes die Fellhornbahn in Faistenoy nach uns. Schließlich wollten wir auch hier herausfinden, wie gut sich die Bergwelt mit meinem Elektrorollstuhl erkunden lässt.

Was uns an diesem Tag erwartete, war wieder einmal eine Mischung aus wunderschönen Naturerlebnissen, freundlichen Menschen und einigen Herausforderungen. Besonders der Weg zum Schlappoldsee sollte es noch ganz schön in sich haben.

Um mit dem Auto nicht wieder durch Oberstdorf fahren zu müssen, beschlossen wir, einen Teil eines durch „Reisen für Alle*“ zertifizierten Wanderweges zu testen.

Diesen findet ihr unter dem Namen „Skiflugschanze Faistenoy – Anatswald – Birgsau“.

Insgesamt waren wir an diesem Tag rund 19 Kilometer unterwegs, hin und zurück, bei 30 Grad und strahlendem Sonnenschein.

Gleich zu Beginn änderten wir unsere Strecke allerdings ein wenig ab, um zumindest zeitweise etwas vor der Sonne geschützt zu sein.

Dabei besuchten wir auch die Lorettokapellen, eine schöne kleine Kapellenanlage südlich von Oberstdorf. Sie besteht aus drei Kapellen, von denen die Wallfahrtskapelle Maria Loretto der gesamten Anlage ihren Namen gab.

An der Brücke Oberer Renksteg angekommen, überquerten wir die Stillach. Von dort ging es flussaufwärts weiter in Richtung der Heini-Klopfer-Skiflugschanze, einer der größten Skiflugschanzen der Welt.

🦅 Ein kleiner Abstecher zur Heini-Klopfer-Skiflugschanze

Auch hier legten wir noch einen kleinen Abstecher ein.

Ich wollte doch unbedingt, frei nach dem Lied „Adler sollen fliegen“ von PUR, einmal sehen, wo Menschen ein Gefühl wie die Adler entwickeln. 😄

Wer mag, kann mit dem barrierefrei zugänglichen Panorama-Schrägaufzug ein Stück hinauf zur Skiflugschanze fahren.

Wichtig für Menschen mit Gehbehinderung: Die Weiterfahrt auf den Turm ist laut Betreiber nur eingeschränkt möglich und für Menschen mit Gehbehinderung ausdrücklich untersagt.

Wir verzichteten an diesem Tag auf die Auffahrt. Schließlich rief die Fellhornbahn nach uns.

Und bei mittlerweile 30 Grad wollten wir auch nicht allzu lange in der Hitze bleiben.

Von dort war es nicht mehr allzu weit bis zur Fellhornbahn. Mittlerweile waren wir beide allerdings schon ganz schön ins Schwitzen geraten.

🚡 Die Fellhornbahn – hinauf auf 1.975 Meter

Und da war es endlich: das Fellhorn, auch „der Dynamische“ genannt.

Mit der Fellhornbahn sollte es für uns hinauf auf 1.975 Meter gehen, knapp unterhalb des 2.037 Meter hohen Fellhorngipfels.

Die Stationen der Fellhornbahn

Station

Höhe

Talstation Faistenoy

ca. 920–927 m

Station Schlappoldsee

1.785 m

Gipfelstation Fellhorn

1.975 m

Fellhorngipfel

2.037 m

Die Bahn fährt nicht direkt auf den eigentlichen Gipfel. An der Station Schlappoldsee muss man in die separate Fellhorn-Gipfelbahn umsteigen.

♿ Mit dem Elektrorollstuhl in die Fellhornbahn – meine Erfahrungen

An dieser Stelle möchte ich euch einige wichtige Hinweise geben, die ich während unserer Fahrt gesammelt habe.

Denn gerade beim Ein- und Ausstieg gibt es ein paar Besonderheiten, die für Rollstuhlfahrer interessant sein können.

🎟️ Das zusätzliche Ticket für den Aufzug

Auch wenn ihr bereits ein gültiges Bergbahnticket besitzt, solltet ihr euch mit eurem Rollstuhl zunächst an der Kasse melden.

Wir bekamen dort ein zusätzliches Ticket ausgehändigt, mit dem wir den Aufzug nutzen konnten.

Ohne dieses Ticket ließ sich der Aufzug bei unserem Besuch nicht betätigen.

Oben angekommen, fuhren wir zum ausgewiesenen Haltepunkt. Dort kam ein Mitarbeiter des Bergbahnteams zu uns.

Nach der Entwertung unseres Tickets begleitete man uns zur Gondel.

⚠️ Achtung beim Ein- und Ausstieg

Eine Besonderheit fiel mir direkt beim Einstieg auf.

Wenn noch keine anderen Fahrgäste in der Gondel stehen, kann die Einstiegskante höher sein.

Bei unserer Fahrt war es deshalb hilfreich, zunächst einige andere Fahrgäste einsteigen zu lassen. Durch das zusätzliche Gewicht veränderte sich die Höhe der Gondel etwas, sodass ich leichter hineinfahren konnte.

Auch beim Ausstieg an der Mittelstation war es für mich günstiger, als Letzte auszusteigen.

So konnte ich vermeiden, dass ich mit dem hinteren Teil meines Rollstuhls aufsetzte oder beim Überfahren der Kante nach vorne kippte.

Und auf einen unfreiwilligen Flug aus meinem Rollstuhl konnte ich nun wirklich verzichten. 🙈

Bitte beachtet: Das waren meine persönlichen Erfahrungen mit meinem Elektrorollstuhl und der jeweiligen Beladung der Gondel. Die tatsächlichen Höhenunterschiede können variieren. Lasst euch deshalb unbedingt vom Bergbahnpersonal beim Ein- und Ausstieg unterstützen und stimmt das Vorgehen vor Ort ab.

🚡 Umsteigen an der Station Schlappoldsee

An der Mittelstation könnt ihr entweder einen Erkundungsstopp einlegen oder direkt zur Gipfelstation weiterfahren.

Für die Weiterfahrt muss man allerdings in eine andere Gondel umsteigen.

Da mein Elektrorollstuhl einen größeren Wenderadius hat, konnte ich nicht durch die normale Warteschlange mit ihren Absperrgittern fahren.

Das Bergbahnpersonal nahm uns deshalb direkt nach vorne mit.

So konnte ich auf gerader Strecke zum nächsten Ticketentwerter fahren und musste auch nicht durch das Drehkreuz, was mit meinem Rollstuhl ohnehin nicht funktioniert hätte.

Die anderen Gäste waren alle sehr verständnisvoll, obwohl wir uns dadurch ja praktisch vorgedrängelt hatten.

Für die Weiterfahrt zur Gipfelstation war es bei mir diesmal günstiger, zuerst einzusteigen und oben auch zuerst wieder auszusteigen.

Ich fand es wirklich schön, wie unkompliziert uns das Personal auch hier unterstützte.

🏔️ An der Gipfelstation – und eine Entdeckung, die wir leider verpasst haben

Oben an der Gipfelstation konnten wir mit meinem Elektrorollstuhl die obere Terrasse des Gipfelrestaurants nutzen.

Zur unteren Terrasse führten leider nur Treppen.

Aber auch von der oberen Terrasse hatten wir einen wunderschönen Ausblick über die Bergwelt.

Und dann hatte ich plötzlich eine kleine Erleuchtung. 😄

Mithilfe meines „Retters in der Not“ stellte ich nämlich fest, dass wir uns jetzt genau gegenüber der Kanzelwandbahn die sich auf österreichischer Seite befanden.

Dort waren wir noch einen Tag zuvor gewesen!

Manchmal bin ich eben ein bisschen schwerfällig. 🙈

Denn am Vortag hatte ich noch von dort auf das Gipfelrestaurant geschaut, auf dessen Terrasse ich nun selbst saß.

Ein Berg, der zwei Länder miteinander verbindet, ganz in Harmonie. Wie einfach so etwas doch eigentlich möglich ist. 

Während ich bei einer Weinschorle meine Genusspause einlegte, ließ es sich mein Retter in der Not natürlich nicht nehmen, noch zum Gipfelkreuz hinaufzulaufen.

Die Bergschau 2037 – leider erst später entdeckt

Und jetzt kommt etwas, das ich leider erst bei meiner späteren Recherche entdeckt habe.

Direkt an der Gipfelstation befindet sich nämlich die „Bergschau 2037*“, eine kostenlose Ausstellung über die Natur der Allgäuer Alpen.

Auf rund 200 Quadratmetern erfährt man dort einiges über die Tier- und Pflanzenwelt, die Alpwirtschaft und das Leben im Hochgebirge.

Laut den vorliegenden Informationen zur Barrierefreiheit ist die Ausstellung auch mit dem Rollstuhl über einen Aufzug erreichbar. Ob der Zugang für jeden Elektrorollstuhl geeignet ist, hängt natürlich unter anderem von dessen Abmessungen ab.

Das hätten wir uns gerne angeschaut.

Schade, dass wir das vor Ort nicht wussten.

Aber vielleicht ist dieser Hinweis ja für den einen oder anderen von euch interessant, der ebenfalls mit dem Rollstuhl zum Fellhorn hinauffahren möchte. 😊

Hinweis: Wir haben die Ausstellung und ihren Zugang nicht selbst getestet. Bitte informiert euch vor eurem Besuch über die aktuellen Zugangsmöglichkeiten.

🚡 Zurück zur Mittelstation – jetzt wollten wir den Schlappoldsee erkunden

Nach unserer Pause ging es mit der Gipfelbahn wieder hinunter zur Station Schlappoldsee.

Bei der Rückfahrt war es für mich günstiger, als Letzte in die Gondel einzusteigen.

An der Mittelstation ließen wir zunächst die anderen Fahrgäste aussteigen, bevor ich mit meinem Rollstuhl hinausfuhr.

Dieses Mal wollten wir hier einen Erkundungsstopp einlegen.

Schließlich lockten uns der Schlappoldsee und die Alpe Schlappold.

Der Weg zum Schlappoldsee – schön, aber nicht ohne Herausforderungen

Von der Mittelstation führt ein breiter, befestigter und fein geschotterter Weg hinunter zum Schlappoldsee.

Allerdings hat dieser Weg ein ordentliches Gefälle von ungefähr 30 % (ca. 16,7°). Diesen Wert habe ich mithilfe einer Outdoor-App  ermittelt.

Hinunter ging es für mich mit meinem Elektrorollstuhl zunächst gut.

Aber mir war natürlich bewusst, dass wir diesen Weg später auch wieder hinauffahren mussten.

Und das sollte noch eine ganz andere Geschichte werden.

⚠️ Warum ich den Schlappoldsee nicht vollständig umrunden konnte

Auf dem Weg entlang des Schlappoldsees waren immer wieder schräg verlaufende Rundhölzer in den Boden eingelassen.

Ich vermute, dass sie dazu dienen, Regenwasser seitlich vom Weg abzuleiten.

Für mich mit meinem Elektrorollstuhl waren diese Holzkanten allerdings nicht gerade angenehm.

Immer wieder musste ich darüberfahren, was die eigentlich schöne Strecke deutlich schwieriger machte.

Hinzu kam eine weitere Hürde.

An einer kleinen Holzbrücke am See befand sich eine Stufe, die ich mit meinem Elektrorollstuhl nicht überwinden konnte.

Eine vollständige Umrundung des Schlappoldsees war für mich deshalb nicht möglich.

Das ist ein wichtiger Unterschied zum Riezler Alpsee an der Kanzelwand, den ich mit meinem Rollstuhl vollständig umrunden konnte.

Ein Abstecher zur Alpe Schlappold

Also fuhren wir auf derselben Seite des Schlappoldsees wieder zurück und beschlossen, noch die Alpe Schlappold zu besuchen.

Die Alpe liegt auf rund 1.760 Metern Höhe und zählt zu den besonders hoch gelegenen Sennalpen Deutschlands.

Seit vielen Generationen wird hier Alpwirtschaft betrieben.

Während der Sommermonate verbringen zahlreiche Kühe ihren Sommer auf den Bergweiden. Aus ihrer frischen Milch wird direkt auf der Alpe unter anderem der traditionelle Schlappolder Bergkäse hergestellt.

Wer mag, kann hier eine Brotzeit mit selbst hergestelltem Käse genießen und dabei den Blick über die Oberstdorfer Bergwelt schweifen lassen.

Zwischen dem Schlappoldsee und der Alpe gibt es außerdem einen kleinen Käsepfad.

Da ich diesen Weg selbst nicht erkundet habe, kann ich leider nichts zu seiner Wegbeschaffenheit oder Befahrbarkeit sagen.

Dafür haben wir aber den leckeren, selbst hergestellten Käse der Alpe Schlappold gekostet.

Einfach lecker! 😋

Nach einer gemütlichen und leckeren Pause machten wir uns wieder auf den Rückweg zur Mittelstation.

Schließlich lag vor uns noch ein weiter Heimweg nach Oberstdorf.

Der Rückweg zur Mittelstation – jetzt wurde es richtig schwierig

Und jetzt kam der Teil unserer Tour, der es wirklich in sich hatte.

Denn was auf dem Hinweg ein starkes Gefälle gewesen war, wurde auf dem Rückweg zu einer ordentlichen Steigung von ungefähr 30 % (ca. 16,7°).

Diesen Wert habe ich mit einer Outdoor App ermittelt. Da solche digitalen Angaben Näherungswerte sind, kann die tatsächliche Steigung an einzelnen Stellen abweichen.

Der Aufstieg zur Mittelstation war entsprechend mühsam.

Und ich muss ganz deutlich sagen:

Ohne Hilfe hätte ich es mit meinem Elektrorollstuhl nicht geschafft, wieder hinaufzufahren.

Besonders die letzte Kurve des befestigten Weges machte mir zu schaffen.

Dort war der Schotter so lose, dass meine Räder einfach durchdrehten.

Ich kam nicht mehr richtig vorwärts und brauchte Unterstützung, um diese Stelle zu überwinden.

Bitte versucht diese Strecke mit dem Rollstuhl nicht alleine.

Gerade bei einer solchen Steigung und losem Untergrund kann es schnell schwierig oder sogar gefährlich werden. Ob die Strecke überhaupt geeignet ist, hängt vom jeweiligen Rollstuhl, den eigenen Voraussetzungen und den aktuellen Wegbedingungen ab.

Oben an der Mittelstation wurden wir direkt von einem netten Mitarbeiter des Bergbahnteams in Empfang genommen.

Er hatte unser ganzes „Fahr-hinauf-Spiel“ von oben beobachtet und war erstaunt, dass ich es tatsächlich geschafft hatte. 😄

Gemeinsam mit ihm fuhren wir mit dem Aufzug wieder in Richtung Gondel.

Ich sage ja immer wieder, welch nettes Team uns dort jedes Mal zur Seite stand.

🚡 Die letzte Gondelfahrt zurück ins Tal

Für die Abfahrt von der Mittelstation zur Talstation stieg ich mit meinem Elektrorollstuhl als Erste in die Gondel ein.

Dadurch war die Einstiegskante bei unserer Fahrt geringer.

An der Talstation war es dagegen für mich besser, als Letzte auszusteigen.

Außerdem sollten wir die linke Tür zum Ausstieg benutzen.

Darauf machte uns das Personal aber auch aufmerksam.

Auf dieser Seite befindet sich nämlich der Aufzug, den wir benötigten, um wieder zum Kassenbereich und zum Ausgang zu gelangen.

Dort gaben wir zum Abschluss unser zusätzliches Aufzugticket wieder ab.

Und damit war auch dieses Bergbahnabenteuer geschafft.

Da wir inzwischen ziemlich müde waren, machten wir uns auf einen zügigen Rückweg nach Oberstdorf.

Trotz der Schwierigkeiten am Schlappoldsee freuten wir uns, dass mit den Bergbahnen wieder einmal alles so wunderbar funktioniert hatte.

Mein Fazit zur Fellhorn-Tour

Was für ein abwechslungsreicher Tag!

Vom sonnigen Weg entlang der Stillach über die beeindruckende Fahrt mit der Fellhornbahn bis hinauf zur Gipfelstation auf 1.975 Metern war wieder einmal alles dabei.

Besonders schön fand ich die herrlichen Ausblicke und unseren Besuch auf der Alpe Schlappold mit ihrem leckeren Käse. Ich bin ja so ein richtiger Käsefreund 🙂

Auch die Begegnungen mit den freundlichen Mitarbeitern der Fellhornbahn bleiben mir in guter Erinnerung. Gerade beim Ein- und Ausstieg war ihre Unterstützung für mich sehr hilfreich.

Allerdings hat mir der Weg zum Schlappoldsee auch deutlich gezeigt, dass eine schöne Berglandschaft nicht automatisch bedeutet, dass sich jeder Weg gut mit einem Elektrorollstuhl befahren lässt.

Die starken Steigungen, die eingelassenen Rundhölzer und die Stufe an der Holzbrücke waren echte Hindernisse. Vor allem die Rückfahrt zur Mittelstation hätte ich ohne Hilfe nicht geschafft.

Und trotzdem würde ich diese Tour genauso noch einmal machen!

Ja, auch den Weg hinunter zum Schlappoldsee und zur Alpe Schlappold.

Natürlich nur mit einer Begleitperson, auf deren Unterstützung ich mich verlassen kann, und unter geeigneten Wegbedingungen.

Denn für mich gehören zu solchen Ausflügen nicht nur die wunderschönen Ausblicke und die besonderen Erlebnisse, sondern manchmal eben auch Herausforderungen, die wir gemeinsam meistern.

Und gerade deshalb wird mir auch dieses Gipfelabenteuer noch lange in Erinnerung bleiben. 

Mein Video auf YouTube

Aus meinen Storys habe ich u. a. ein kleines Video zusammengestellt. Wer Lust hat, kann sich unsere Erlebnisse zu dieser Tour auch auf meinem YouTube-Kanal anschauen. 😊

🎬Meine Story-Aufnahmen | Fellhornbahn | Oberstdorf*

⚠️ Hinweis in eigener Sache

Alle Angaben zur Barrierefreiheit, Wegbeschaffenheit, Steigungen und möglichen Einschränkungen beruhen auf meinen persönlichen Erfahrungen, den Bedingungen zum Zeitpunkt meines Besuchs sowie auf einer sorgfältigen Recherche.

Mein Ziel ist es, möglichst transparent zu zeigen, welche Erfahrungen ich unter meinen individuellen Voraussetzungen auf der jeweiligen Strecke gemacht habe. Was für mich mit meinem Rollstuhl gut oder nicht gut befahrbar war, muss daher nicht automatisch für andere Menschen mit anderen Hilfsmitteln oder Voraussetzungen gelten.

Bitte beachtet, dass sich Wegbeschaffenheit, Beschilderung, Barrierefreiheit, Witterung, Vegetation, bauliche Gegebenheiten oder Nutzungsbedingungen jederzeit verändern können.

Jeder sollte deshalb die eigenen körperlichen Voraussetzungen und Fähigkeiten, die technischen Grenzen seines Hilfsmittels, die Wetterbedingungen sowie die aktuellen örtlichen Gegebenheiten selbst einschätzen und entsprechend handeln.

Die Nennung und Verwendung meines Hilfsmittels dient ausschließlich der Dokumentation meiner persönlichen Praxiserfahrungen und stellt keine Werbung oder Empfehlung für einen bestimmten Elektrorollstuhl oder Hersteller dar.

Trotz größter Sorgfalt übernehme ich keine Gewähr für die Vollständigkeit, Aktualität oder individuelle Eignung der beschriebenen Strecke.

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