Hilfsmittel: Outdoor-Elektrorollstuhl
Antrieb: Vorderradantrieb
Maximale Steigfähigkeit laut Hersteller: 18 %
Leergewicht des Rollstuhls: 152 kg
Körpergewicht: ca. 70 kg
Zusätzliche Ausrüstung und Gepäck: ca. 10 kg
Gesamtgewicht: ca. 232 kg
Messung der Steigungen: Outdooractive-App mit Angaben in Grad und Prozent
In meinen Tourenberichten nenne ich sowohl Grad (°) als auch Prozent (%).
Der Grund dafür ist einfach: Die maximale Steigfähigkeit von Rollstühlen und Elektromobilen wird von den Herstellern in Prozent angegeben, während Apps häufig Grad anzeigen. Damit ihr die Schwierigkeit einer Strecke besser einschätzen könnt, ergänze ich – soweit möglich – beide Werte.
Meine Erfahrungen | |
|---|---|
🌿 Natur und Landschaft | Eine beeindruckende Bergwelt mit herrlichen Ausblicken. Besonders der Panoramaweg am Höfatsblick und die Aussicht vom Nordwandsteig haben mich begeistert. |
🥾 Für Wanderer | Rund um das Nebelhorn gibt es verschiedene Wanderwege. Wir haben den Panoramaweg am Höfatsblick, den Gipfelbereich und ein Teilstück am Speichersee an der Seealpe erkundet. |
🚡 Barrierefreiheit der Bergbahn | Sehr gut! Die Gondel wurde für meinen Einstieg angehalten, sodass ich problemlos mit meinem Elektrorollstuhl hineinfahren konnte. Das Personal war ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. |
♿ Mit meinem Elektrorollstuhl | Die von mir befahrenen Wege am Höfatsblick und am Nordwandsteig waren sehr gut zu bewältigen. Auch am Speichersee an der Seealpe konnte ich ein Stück entlangfahren. |
⚠️ Größte Herausforderungen | Auf den von mir befahrenen Wegen gab es keine besonderen Schwierigkeiten. Auch die Steigungen waren gut zu bewältigen. Lediglich an der Seealpe mussten wir unsere Erkundung wegen Bauarbeiten abbrechen. |
💚 Würde ich die Tour erneut machen? | Ja, auf jeden Fall! Besonders der Nordwandsteig war für mich ein unvergessliches Erlebnis. Dass meine Höhenangst dort plötzlich verschwunden war, war für mich die schönste Erfahrung. |
Unser Fußweg zur Talstation der Nebelhornbahn dauerte gerade einmal fünf Minuten. Da wir schon sehr früh zu unserem Abenteuer aufgebrochen waren, hatte sich vor uns noch keine Menschenschlange gebildet.
So konnten wir ganz gemütlich zum Einstieg der Gondel fahren und wurden dort von einem sehr netten Mitarbeiter der Bergbahn in Empfang genommen.
An dieser Stelle möchte ich auch einmal ein ganz dickes Lob an die Verantwortlichen der Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen aussprechen, denn wir haben während unseres Urlaubs immer wieder erlebt, dass das Wohl von Menschen mit Einschränkungen hier wirklich mitgedacht wird.
Für meinen Einstieg wurde die Gondel kurz angehalten, sodass ich ganz problemlos mit meinem Elektrorollstuhl hineinfahren konnte.
Und dann konnte unser erstes Gipfelabenteuer beginnen. 🏔️♿
Bis ganz nach oben führt die Fahrt mit der Nebelhornbahn über mehrere Stationen:
Talstation Oberstdorf – 828 m
⬇️
Seealpe – 1.280 m
⬇️
Höfatsblick – 1.932 m
⬇️
Gipfelstation Nebelhorn – ca. 2.214 m
Wir sind während unseres Ausflugs an allen Stationen ausgestiegen und haben uns dort umgesehen. Unser erstes Ziel an diesem Morgen lag jedoch zunächst auf 1.932 Metern: die Station Höfatsblick.
Von der Talstation ging es zunächst hinauf zur Seealpe auf 1.280 Metern. Hier befindet sich die erste Zwischenstation der Nebelhornbahn.
Für uns ging es zunächst noch weiter. Wir blieben in der Gondel sitzen und fuhren hinauf zur Station Höfatsblick auf 1.932 Metern.
Und genau hier begann unsere erste Erkundung.
An der Station Höfatsblick stiegen wir aus, denn hier wollten wir uns zunächst den Panoramaweg* anschauen.
Nach der Gondelfahrt endlich hinauszufahren und plötzlich mitten in dieser Bergwelt zu stehen, war schon ein ganz besonderes Gefühl.
Von hier aus machten wir uns mit meinem Elektrorollstuhl auf den Weg über den Panoramaweg. Dabei wollten wir natürlich auch den Adler7-Punkt* entdecken.
Bergstation Höfatsblick
Fotopunkt Adler7
Panoramaweg
Mit der Gondel weiter hinauf zur Gipfelstation
Nachdem wir den Panoramaweg am Höfatsblick erkundet hatten, ging es für uns zurück zur Bergstation.
Aber unser Abenteuer war noch lange nicht zu Ende.
Wir wollten noch höher.
Mit der Gipfelbahn ging es weiter hinauf in Richtung Nebelhorn-Gipfel. Und dort wartete etwas auf mich, bei dem ich selbst vorher nicht wusste, wie es mir damit gehen würde:
der Nordwandsteig*.
Noch von unseren früheren Aufenthalten in den Bergen kannte ich meine Höhenangst nur zu gut.
Und dann fuhr ich mit meinem Elektrorollstuhl auf den Nordwandsteig am Nebelhorn.
Ich wartete eigentlich darauf, dass dieses bekannte Gefühl wiederkommen würde.
Aber es kam nicht.
Meine Höhenangst war einfach weg.
Ich konnte mit meinem Rollstuhl dort entlangfahren, die Aussicht genießen und in diese unglaubliche Bergwelt schauen, ohne dass die Angst wieder auftauchte.
Im Gegensatz zu den Jahren zuvor war sie wie verflogen.
Für mich war das ein unbeschreiblich schönes Gefühl. Nicht nur, weil ich dort oben mit meinem Elektrorollstuhl unterwegs sein konnte, sondern weil ich plötzlich etwas genießen konnte, das mir meine Höhenangst früher so schwer gemacht hatte.
Nachdem wir den Gipfelbereich und den Nordwandsteig ausgiebig erkundet hatten, ging es für uns langsam wieder bergab.
Aber noch nicht ganz zurück ins Tal.
An der Station Seealpe auf rund 1.280 Metern stiegen wir dieses Mal aus. Denn hier wollten wir uns noch den kleinen Speichersee an der Seealpe mit meinem Elektrorollstuhl anschauen.
Also machten wir uns auf den Weg und fuhren ein Stück am See entlang. Ganz umrundet haben wir ihn allerdings nicht.
Stattdessen führte uns ein offizieller Weg quer über die Wiese wieder zurück in Richtung des befestigten Weges. Dort fanden zu diesem Zeitpunkt jedoch Bauarbeiten statt und ein schwerer Lkw war gerade mit Ladearbeiten beschäftigt.
Also entschieden wir uns, nicht weiterzufahren, sondern wieder zur Station Seealpe zurückzukehren.
Von dort ging es schließlich mit der Gondel hinunter zur Talstation nach Oberstdorf.
Damit endete unser erstes Gipfelabenteuer am Nebelhorn und was für eines. 🏔️♿
Das Nebelhorn hat mich wirklich begeistert. Und das nicht nur wegen der herrlichen Bergwelt und der tollen Ausblicke, sondern auch, weil ich mit meinem Elektrorollstuhl so vieles ganz unkompliziert erkunden konnte.
Die Auffahrt mit der Nebelhornbahn funktionierte problemlos, das Personal war ausgesprochen hilfsbereit und auch auf den von mir befahrenen Wegen am Höfatsblick und am Nordwandsteig hatte ich keine Schwierigkeiten.
Ganz besonders dieses neue Gefühl von Freiheit, weil meine Höhenangst plötzlich verschwunden war, wird mir hoffentlich für immer in Erinnerung bleiben.
Dass ich dort oben auf dem Nordwandsteig einfach die Aussicht genießen konnte, ohne dass dieses sonst so vertraute Angstgefühl aufkam, war für mich selbst eine riesige Überraschung.
Auch unser kleiner Abstecher zum Speichersee an der Seealpe war schön, selbst wenn wir unsere Erkundung wegen der Bauarbeiten früher als geplant beenden mussten.
Würde ich das Nebelhorn mit meinem Elektrorollstuhl noch einmal besuchen? Auf jeden Fall!
Für mich war es ein rundum gelungener Ausflug und ein wunderbarer Auftakt für unsere weiteren Gipfelabenteuer im Allgäu. 😊
Aus meinen Storys habe ich u.a ein kleines Video zusammengestellt. Wer Lust hat, kann sich unsere Erlebnisse zu dieser Tour auch auf meinem YouTube-Kanal anschauen. 😊
🎬 Meine Story-Aufnahmen | Mit der Nebelhornbahn aufs Nebelhorn | Oberstdorf*
Alle Angaben zur Barrierefreiheit, Wegbeschaffenheit, Steigungen und möglichen Einschränkungen beruhen auf meinen persönlichen Erfahrungen, den Bedingungen zum Zeitpunkt meines Besuchs sowie auf einer sorgfältigen Recherche.
Mein Ziel ist es, möglichst transparent zu zeigen, welche Erfahrungen ich unter meinen individuellen Voraussetzungen auf der jeweiligen Strecke gemacht habe. Was für mich mit meinem Rollstuhl gut oder nicht gut befahrbar war, muss daher nicht automatisch für andere Menschen mit anderen Hilfsmitteln oder Voraussetzungen gelten.
Bitte beachtet, dass sich Wegbeschaffenheit, Beschilderung, Barrierefreiheit, Witterung, Vegetation, bauliche Gegebenheiten oder Nutzungsbedingungen jederzeit verändern können.
Jeder sollte deshalb die eigenen körperlichen Voraussetzungen und Fähigkeiten, die technischen Grenzen seines Hilfsmittels, die Wetterbedingungen sowie die aktuellen örtlichen Gegebenheiten selbst einschätzen und entsprechend handeln.
Die Nennung und Verwendung meines Hilfsmittels dient ausschließlich der Dokumentation meiner persönlichen Praxiserfahrungen und stellt keine Werbung oder Empfehlung für einen bestimmten Elektrorollstuhl oder Hersteller dar.
Trotz größter Sorgfalt übernehme ich keine Gewähr für die Vollständigkeit, Aktualität oder individuelle Eignung der beschriebenen Strecke.