
Kanzelwandbahn im Kleinwalsertal
Kanzelwandbahn im Kleinwalsertal – mit dem Elektrorollstuhl zum Riezler Alpsee Inhaltsverzeichnis Es waren wieder hohe Temperaturen für diesen Tag vorhergesagt. Wir waren schon sehr gespannt,
Hilfsmittel: Outdoor-Elektrorollstuhl
Antrieb: Vorderradantrieb
Maximale Steigfähigkeit laut Hersteller: 18 %
Leergewicht des Rollstuhls: 152 kg
Körpergewicht: ca. 70 kg
Zusätzliche Ausrüstung und Gepäck: ca. 10 kg
Gesamtgewicht: ca. 232 kg
Messung der Steigungen: Outdooractive-App mit Angaben in Grad und Prozent
Die maximale Steigfähigkeit von Rollstühlen und Elektromobilen wird von den Herstellern üblicherweise in Prozent angegeben. Wander-Apps und Neigungsmesser zeigen Steigungen dagegen häufig in Grad an.
Da Grad und Prozent nicht miteinander gleichzusetzen sind, nenne ich in meinen Tourenberichten – soweit möglich – beide Werte. Dadurch lassen sich die gemessenen Steigungen besser mit den Herstellerangaben des eigenen Hilfsmittels vergleichen.
Zwei Wochen Berge und Gipfelabenteuer, fließende kristallklare Bäche und leckere Brotzeiten auf den Almen ,das war unser Plan.
In der Vergangenheit hatte ich schon sehr viel über die gute Rollstuhltauglichkeit in Oberstdorf gelesen. Nun wollte ich endlich gemeinsam mit meinem „Retter in der Not“ selbst ausprobieren, was davon für mich und meinen Elektrorollstuhl tatsächlich möglich sein würde.
Unsere Ferienwohnung hatte ich bereits ein Jahr im Voraus gesucht. Wichtig war für uns vor allem, dass sie für die Mitnahme meines Rollstuhls geeignet war.
Dabei muss ich allerdings erwähnen: Barrierefrei war unsere Ferienwohnung nicht.
Bei meiner Suche hatte ich festgestellt, dass bei Ferienwohnungen mit einem ausdrücklichen Schwerpunkt auf Barrierefreiheit leider häufig auch das Preisniveau deutlich steigt. Das finde ich persönlich sehr schade.
Mir ist durchaus bewusst, dass eine wirklich rollstuhlgerechte Ausstattung, entsprechende Umbauten und insbesondere eine Zertifizierung mit Kosten verbunden sind. Trotzdem betrifft dies ausgerechnet eine Personengruppe, die durch Erkrankung oder Behinderung oftmals ohnehin schon mit zusätzlichen finanziellen Belastungen leben muss.
Nun aber zurück zu unseren Gipfelabenteuern. 😊
Bevor wir Oberstdorf erreichen sollten, legten wir noch zwei Übernachtungen in Günzburg ein, um das LEGOLAND zu besuchen.
Darauf war ich schon lange neugierig. Und da ich mittlerweile leider nicht mehr so viele Stunden am Stück aufrecht im Auto sitzen kann, bot sich dieser Zwischenstopp gleich doppelt an.
Wir übernachteten in einem nahe gelegenen Hotel – und das ausgerechnet mitten in einer Hitzewelle mit Temperaturen nahe der 40-Grad-Marke.
Unser Hotel war für mich mit dem Rollstuhl sehr gut geeignet und lag außerdem nicht weit vom LEGOLAND entfernt. Wer möchte und die Strecke bewältigen kann, hätte die etwa 1,5 Kilometer sogar zu Fuß zurücklegen können.
Das LEGOLAND bietet verschiedene Möglichkeiten und Regelungen für Menschen mit Behinderungen. Darauf möchte ich an dieser Stelle allerdings gar nicht ausführlich eingehen, denn die jeweils aktuellen Informationen findet ihr direkt beim LEGOLAND:
➡️ Barrierefreiheit im LEGOLAND Deutschland Resort*
Für Rollstuhlfahrer ist allerdings eines wichtig zu wissen: Nicht jede Attraktion kann mit dem Rollstuhl genutzt werden.
An der Servicestelle, an der wir auch die entsprechenden Armbänder erhielten, bekamen wir eine Übersicht darüber, welche Attraktionen mit dem Rollstuhl zugänglich sind. Mir selbst ist im Park aufgefallen, dass an den einzelnen Attraktionen nicht immer direkt erkennbar war, ob ich mit meinem Rollstuhl hinein konnte oder nicht.
Wir verbrachten auf jeden Fall einen richtig schönen Tag im Park – bei Spitzenwerten von etwa 38 Grad.
Ganz klar: viel zu heiß.
Natürlich haben wir uns während unseres Zwischenstopps auch Günzburg selbst ein wenig angeschaut.
Die historische Altstadt mit ihren alten Häusern hat eigentlich wirklich schöne Ecken. Trotzdem wollte bei uns der Funke nicht so richtig überspringen.
Bei unserem Besuch hatten wir an vielen Stellen den Eindruck, dass sehr viel gebaut wurde und Neues entstand. Gerade im Zusammenspiel mit der hübschen historischen Altstadt empfanden wir das teilweise als schade, weil für uns dadurch einiges von ihrem eigentlichen Charme verloren ging.
Vielleicht lag es auch an der enormen Hitze an diesen Tagen, aber Günzburg hat uns insgesamt einfach nicht so angesprochen. Deshalb ist tatsächlich auch meine Kamera weitgehend in der Tasche geblieben – was bei mir ja schon etwas heißen will. 😄
Unser Zwischenstopp hatte für uns aber sowieso ein anderes großes Ziel: das LEGOLAND. Und dafür hatte sich Günzburg auf jeden Fall gelohnt.
Altstadt von Günzburg
Auf der Suche nach unserem Abendessen. Burger gab es gleich in nächster Nähe 🙂
Aber am nächsten Tag ging es endlich weiter.
Wir hörten die Berge schon rufen. 🏔️
Für die nächsten zwei Wochen bezogen wir eine für uns passende Erdgeschosswohnung mitten in Oberstdorf, am Fuße des Nebelhorns.
Bei unserer Ankunft kam allerdings erst einmal der Schreck:
Mein schwerer Outdoor-Elektrorollstuhl passte nicht durch die eigentliche Haustür.
Da stand ich nun.
Zum Glück gehörte zur Wohnung auch ein Garten. Wegen einer größeren Absenkung im Boden war dieser aus Sicherheitsgründen mit einem Zaun abgetrennt. Zwischen diesem Zaun und der Thujahecke verlief jedoch noch ein schmaler Gehstreifen.
Und was soll ich sagen?
Mein Rollstuhl passte von der Breite exakt hindurch.
Als wäre das nicht schon genug Glück gewesen, war unsere Terrasse auch noch komplett ebenerdig erreichbar und selbst die Blümchen ließen genau den kleinen Durchgang frei, den ich brauchte. 😊
Bei der Ferienwohnung direkt neben uns wäre all das nicht möglich gewesen.
Puh, hatten wir ein Glück … wir zwei Glückspilze. 🍀
Also Kühlschrank füllen, ankommen und erst einmal durchatmen.
Und wie so oft kam ich dabei direkt mit netten Menschen ins Gespräch. Ehe ich mich versah, unterhielten wir uns über Hospizarbeit, Krankheit und alle möglichen anderen Themen.
Dabei frage ich mich manchmal wirklich, warum ich ausgerechnet immer wieder Menschen begegne, die Tiere schießen oder auf andere Art töten. Ich bin ein absoluter Tierfreund und kann mit solchen Themen überhaupt nicht umgehen. Und dann sind diese Menschen ausgerechnet auch noch so nett zu mir.
Ganz schlimm – völliges Wirrwarr in meinem Gefühlsleben. 😄
Aber an diesem Abend gab es sowieso ein anderes Thema, das uns viel mehr beschäftigte:
Wir freuten uns wie dolle auf den nächsten Tag.
Denn direkt vor unserer Nase lag das Nebelhorn.
Und irgendwie hatten wir das Gefühl, dass es schon nach uns rief. 🏔️♿
In den nächsten zwei Wochen wollten wir nun herausfinden, was rund um Oberstdorf mit meinem Elektrorollstuhl tatsächlich möglich ist.
Dabei ging es für uns nicht nur hoch hinaus zu verschiedenen Gipfeln. Wir waren auch auf Wegen durch die Täler unterwegs, fuhren mit verschiedenen Bergbahnen und entdeckten immer wieder Orte, die uns besonders in Erinnerung geblieben sind.
Hier findet ihr nach und nach unsere einzelnen Abenteuer rund um Oberstdorf.

Kanzelwandbahn im Kleinwalsertal – mit dem Elektrorollstuhl zum Riezler Alpsee Inhaltsverzeichnis Es waren wieder hohe Temperaturen für diesen Tag vorhergesagt. Wir waren schon sehr gespannt,

Nebelhorn mit Elektrorollstuhl vom Panoramaweg bis zum Nordwandsteig Inhaltsverzeichnis Mein Test-Setup Hilfsmittel: Outdoor-Elektrorollstuhl Antrieb: Vorderradantrieb Maximale Steigfähigkeit laut Hersteller: 18 % Leergewicht des Rollstuhls: 152

Oberstdorf mit Elektrorollstuhl – unsere Gipfelabenteuer im Allgäu Inhaltsverzeichnis Mein Test-Setup Hilfsmittel: Outdoor-Elektrorollstuhl Antrieb: Vorderradantrieb Maximale Steigfähigkeit laut Hersteller: 18 % Leergewicht des Rollstuhls: 152
Alle Angaben zur Barrierefreiheit, Wegbeschaffenheit, Steigungen und möglichen Einschränkungen beruhen auf meinen persönlichen Erfahrungen, den Bedingungen zum Zeitpunkt meines Besuchs sowie auf einer sorgfältigen Recherche.
Mein Ziel ist es, möglichst transparent zu zeigen, welche Erfahrungen ich unter meinen individuellen Voraussetzungen auf der jeweiligen Strecke gemacht habe. Was für mich mit meinem Rollstuhl gut oder nicht gut befahrbar war, muss daher nicht automatisch für andere Menschen mit anderen Hilfsmitteln oder Voraussetzungen gelten.
Bitte beachtet, dass sich Wegbeschaffenheit, Beschilderung, Barrierefreiheit, Witterung, Vegetation, bauliche Gegebenheiten oder Nutzungsbedingungen jederzeit verändern können.
Jeder sollte deshalb die eigenen körperlichen Voraussetzungen und Fähigkeiten, die technischen Grenzen seines Hilfsmittels, die Wetterbedingungen sowie die aktuellen örtlichen Gegebenheiten selbst einschätzen und entsprechend handeln.
Die Nennung und Verwendung meines Hilfsmittels dient ausschließlich der Dokumentation meiner persönlichen Praxiserfahrungen und stellt keine Werbung oder Empfehlung für einen bestimmten Elektrorollstuhl oder Hersteller dar.
Trotz größter Sorgfalt übernehme ich keine Gewähr für die Vollständigkeit, Aktualität oder individuelle Eignung der beschriebenen Strecke.